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Vorlesen und Verkündigen

Wenn Sie als Lektor oder Lektorin biblische Texte vorlesen, stehen Sie vor besonderen Herausforderungen: Zuerst ist es der sakrale Raum, seine Würde, und die Größe dieses Raums. Die Texte erfordern eine besondere innere Einstellung, und der Rahmen folgt liturgischen Regeln. Und es gibt Zuhörende, die zur Messe oder zum Gebet versammelt sind und denen der Lesevortrag ebenso gilt wie dem Lektor selbst.

Was geschieht beim Vorlesen?

Gut vorlesen erfordert Konzentration und Übung. Durch die Art, wie ein Text gelesen wird, kann sich eine Stimmung entwickeln. Bilder entstehen vor dem inneren Auge, eine Figur erhält einen Ausdruck, ein Charakter wird wahrnehmbar. Beim bloßen Aneinanderreihen von Wörtern wird dies nicht gelingen. Gut vorzulesen folgt daher Regeln. Lebendiges Lesen heißt, die eigene Stimme und Sprache bewusst einzusetzen und ihre Wirkung beeinflussen zu können. Zum anderen bedeutet Vorlesen einen bewussten Bezug zum Hörer.

Was geschieht beim Hören in der Kirche?

Der Hörer soll verstehen, was in einer Geschichte passiert. Aber auch, was jemand mitzuteilen hat, beispielsweise Paulus oder ein Prophet. Die Worte sollen anregen und Gedanken und Assoziationen freisetzen. So wird Aufmerksamkeit geweckt.

Der Hörer muss nicht alles verstehen. Einzelne Worte bleiben hängen und werden mit einem Bild verknüpft.

Manches Gehörte bleibt abstrakt und fremd. Aber manche Worte dringen ein. Sie erinnern an Erfahrungen aus dem eigenen Alltag und wirken auf das Handeln im täglichen Leben. Wenn Hörer so angesprochen werden, wird aus dem bloßen Vorlesen ein Verkündigen.